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EVL-Geschäftsführung: Martin Ertl folgt auf Gert Vieweg
Martin Ertl wird neuer Geschäftsführer der Limburger Energieversorgung. Der 45-Jährige tritt zum 1. Juli dieses Jahres die Nachfolge von Gert Vieweg an, für den dann ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Der neue Geschäftsführer hat sich am Montag, 10. Februar, während einer Personalversammlung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Energieversorgers vorgestellt.
„Wir haben uns für einen Kandidaten entschieden, von dem wir überzeugt sind, dass er die Energieversorgung Limburg gut am Markt platzieren kann und die vielen damit verbundenen Herausforderungen meistert“, macht Bürgermeister Dr. Marius Hahn als Aufsichtsratsvorsitzender der EVL deutlich. Mit Ertl wird auf jeden Fall ein „neuer Ton“ in das Versorgungsunternehmen einziehen, der Dialekt aus dem großen Bundesland südlich der Mainlinie ist nicht zu überhören.
Neuausrichtung der Geschäftsfelder, geringer werdendes Geschäft mit Erdgas, Aufbau von regenerativer Energiegewinnung, Fernwärme und Blockheizkraftwerke, zunehmende Konkurrenz und kritischere Kunden – das Geschäftsfeld und die damit verbundenen Aufgaben für den neuen Geschäftsführer haben es in sich. „Mit großer Begeisterung und Motivation trete ich die neue Stelle an“, daran ließ Ertl bei seiner Vorstellung keinen Zweifel. Die vor der EVL und anderen Energieversorgern liegen Herausforderungen sieht er dabei auch als Chance, die es zu nutzen gilt.
Ertl hat Volkswirtschaftslehre an der Universität in Bayreuth studiert und begann seine berufliche Laufbahn in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung von Unternehmen der öffentlichen Hand. In den vergangenen dreieinhalb Jahren war Ertl als Geschäftsführer der Stadtwerke Rödental tätig. Der Versorger in der nordbayrischen Stadt zeigt ein ähnliches Geschäftsgebiet wie die EVL. Neben der klassischen Versorgung mit Strom bieten die Stadtwerke dort auch die Themen Elektromobilität oder auch der Glasfaserversorgung in ihrem Portfolio.
„Energieversorgung ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung“, verdeutlichte der kommende Geschäftsführer bei seiner Vorstellung vor der EVL-Belegschaft. Klimawandel, die Notwendigkeit der Energiewende und die steigenden Anforderungen an eine nachhaltige und zuverlässige Energieversorgung will er dabei nicht nur als Herausforderung meistern, sondern auch als Chance nutzen.
Die Stärkung der Beziehungen zu den Kunden und Partnern der EVL versteht er als wichtigen Aspekt seiner künftigen Arbeit in Limburg. Die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden will er besser verstehen und erfüllen. Das soll in einem intensiven Austausch gelingen. Das gilt auch für den Kontakt mit Gesellschaftern und Partnern in der Region, um Synergien zu nutzen und innovative Projekte zu entwickeln. Ertl ließ keinen Zweifel daran, dass dies alles nur gelingen kann, wenn die EVL als Team auftritt und kreative Lösungen anbietet, die den Kunden zugutekommen und positive Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Der aktuelle Geschäftsführer Gert Vieweg ist seit Mitte des Jahres 2012 Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers mit seiner Zentrale in der Ste.-Foy-Straße. Vieweg, der in wenigen Tagen 62 Jahre alt wird, tritt zur Jahresmitte in den nächsten Lebensabschnitt ein. In seine zwölfjährige Geschäftsführertätigkeit fallen so schwierige Phasen wie Corona-Pandemie und Energiekrise. Die EVL versorgt etwa 40.000 Bürgerinnen und Bürger. Rund 110 Beschäftigte stehen dem Unternehmen zur Verfügung, der Jahresumsatz liegt bei über 100 Millionen Euro. Die Stadt Limburg ist mit 60 Prozent größter Gesellschafter.
Nach Einschätzung des Limburger Bürgermeisters und EVL-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Hahn liegen vor den regionalen Energieversorgern große Herausforderungen, damit sie am Markt bestehen können und die unmittelbare Nähe zu den Kunden bleibt. Dass sich die EVL neuen Herausforderungen stellt, werde in der Stadt beim Thema E-Mobilität deutlich. Neben der Ladeinfrastruktur steuere die EVL mit ihrer Flotte zum E-Carsharing einen wichtigen Baustein zur Mobilität in der Stadt bei. „Diese mutigen und innovativen Schritte werden in Zukunft auf anderen Gebieten wie der Wärmewende notwendig werden“, sagte Hahn, der sich davon überzeugt zeigt, dass die EVL einen wichtigen Part zu Limburgs Zukunft beisteuert.
